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Ein Proxy ist ein Vermittlungsserver, der Ihre Anfragen im Internet stellvertretend weiterleitet und dabei Ihre IP-Adresse gegenüber dem Zielserver verbirgt.

Siehe auch:
Tor-Netzwerk , VPN , Metadaten , Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Das englische Wort „proxy“ bedeutet Stellvertreter oder Bevollmächtigter. In der Netzwerktechnik bezeichnet es einen Server, der zwischen Ihrem Gerät und dem Rest des Internets sitzt. Statt eine Website direkt aufzurufen, schicken Sie Ihre Anfrage an den Proxy-Server, der sie in Ihrem Namen weiterleitet. Die Zielseite sieht nur die IP-Adresse des Proxys, nicht Ihre eigene.

Proxys gibt es in verschiedenen Ausprägungen. Ein einfacher HTTP-Proxy leitet Webanfragen weiter, verschlüsselt aber den Datenverkehr in der Regel nicht. Ein SOCKS-Proxy arbeitet auf einer niedrigeren Protokollebene und lässt sich für mehr Arten von Verbindungen einsetzen. Reverse-Proxys hingegen arbeiten auf Serverseite und schützen nicht den Nutzer, sondern die Infrastruktur eines Dienstes vor direkten Zugriffen.

Für den Schutz Ihrer Privatsphäre ist ein einfacher Proxy nur bedingt geeignet. Der Betreiber des Proxy-Servers kann Ihren gesamten Datenverkehr mitlesen, sofern dieser nicht zusätzlich verschlüsselt ist. Wer wirklich Anonymität anstrebt, sollte das Tor-Netzwerk in Betracht ziehen, das Anfragen über mehrere unabhängige Knoten leitet, oder ein vertrauenswürdiges VPN, das zumindest den Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Vermittler verschlüsselt.

Aus Sicht der digitalen Selbstbestimmung sind Proxys ein niedrigschwelliges Werkzeug, um geografische Sperren zu umgehen oder den eigenen Standort geringfügig zu verschleiern. Wer jedoch ernsthaft staatlicher Überwachung oder zensierender Infrastruktur entgehen möchte, sollte verstehen, dass ein Proxy allein keine robuste Lösung bietet, sondern eher den ersten Schritt einer umfassenderen Sicherheitsstrategie darstellt.

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