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Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt Nachrichten so, dass nur Absender und Empfänger sie lesen können, kein Anbieter, kein Staat, niemand sonst.

Siehe auch:
Chatkontrolle , Metadaten , Tor-Netzwerk , VPN

Bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) wird eine Nachricht auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder entschlüsselt. Der Übertragungsweg dazwischen, einschließlich der Server des Dienstanbieters, enthält nur unlesbaren Chiffretext. Technisch basiert E2EE meist auf asymmetrischer Kryptographie: Jeder Teilnehmer besitzt ein öffentliches Schlüsselpaar zum Verschlüsseln und einen privaten Schlüssel, der das Gerät nie verlässt, zum Entschlüsseln.

Für den Einzelnen bedeutet das konkret: Wer E2EE-Messenger wie Signal verwendet, schützt Gesprächsinhalte vor Neugier des Anbieters, vor Datenpannen auf Serverseite und vor staatlichen Auskunftsersuchen. Wichtig ist dabei, dass die Software quelloffen ist und unabhängig geprüft wurde. Proprietäre Lösungen, die E2EE behaupten, lassen sich von außen kaum überprüfen.

Kritiker, darunter viele Strafverfolgungsbehörden und Befürworter der europäischen Chatkontrolle, argumentieren, E2EE erschwere die Verfolgung schwerer Kriminalität. Sie fordern Hintertüren oder clientseitige Scans. Kryptographen und Bürgerrechtler entgegnen, dass eine Hintertür für Behörden zwangsläufig auch eine Hintertür für Angreifer ist. Sichere Verschlüsselung ist unteilbar.

Zu beachten bleibt: E2EE schützt Inhalte, aber nicht zwingend Metadaten wie Zeitpunkt, Häufigkeit oder Kommunikationspartner. Wer auch diese schützen möchte, sollte E2EE mit weiteren Maßnahmen kombinieren.

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