Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode öffentlich einsehbar, prüfbar und meist frei verwendbar ist, eine Grundlage für digitale Transparenz und Unabhängigkeit.
Siehe auch:
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung , Tor-Netzwerk , Passwort-Manager , Metadaten
Open Source bedeutet, dass der Quellcode eines Programms für jeden zugänglich ist. Jede Person kann ihn lesen, auf Fehler oder Hintertüren prüfen, verändern und in eigenen Projekten weiterverwenden, sofern die jeweilige Lizenz dies erlaubt. Die Bewegung entstand in den 1980er Jahren, als Richard Stallman das GNU-Projekt gründete und die Idee freier Software systematisch formulierte. Der Begriff „Open Source“ selbst wurde Ende der 1990er Jahre geprägt, um eine pragmatischere, weniger ideologische Variante dieser Idee zu beschreiben.
Für die digitale Selbstbestimmung ist Open Source von zentraler Bedeutung. Proprietäre Software verlangt blindes Vertrauen in den Hersteller: Man kann nicht prüfen, was das Programm tatsächlich tut, welche Daten es sammelt oder ob es Behörden Zugang gewährt. Bei quelloffenem Code hingegen kann die weltweite Entwicklergemeinschaft unabhängig kontrollieren, ob Sicherheitsversprechen eingehalten werden. Werkzeuge wie Signal, Tor oder KeePassXC gewinnen ihre Glaubwürdigkeit wesentlich daraus, dass ihr Code offen liegt und von vielen Augen geprüft wird.
Kritiker wenden ein, dass offener Code auch Angreifern nütze, weil Schwachstellen leichter auffindbar seien. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass transparente Entwicklung Sicherheitslücken meist schneller schließt als geheime. Außerdem entstehen in Open-Source-Projekten keine künstlichen Abhängigkeiten von einem einzigen Anbieter.
Wer Open-Source-Software nutzt, sollte auf aktiv gepflegte Projekte achten, regelmäßige Updates einspielen und bevorzugt Versionen aus vertrauenswürdigen Quellen beziehen, etwa den offiziellen Projektseiten oder geprüften Paketquellen des eigenen Betriebssystems.
