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Ein VPN (Virtual Private Network) leitet Ihren Internetverkehr verschlüsselt durch einen zwischengeschalteten Server und verbirgt so Ihre IP-Adresse sowie Ihre Aktivitäten vor Dritten.

Siehe auch:
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung , Metadaten , Tor-Netzwerk , Datensparsamkeit

Ein Virtual Private Network baut einen verschlüsselten Tunnel zwischen Ihrem Gerät und einem VPN-Server auf. Jede Anfrage, die Sie ins Internet schicken, durchläuft diesen Tunnel. Für Ihren Internetanbieter, den Router im Café oder einen neugierigen Netzwerkbetreiber sieht der Datenverkehr wie eine einzige verschlüsselte Verbindung zu dem VPN-Server aus, nicht mehr. Websites sehen stattdessen die IP-Adresse des Servers, nicht Ihre eigene.

Praktisch sinnvoll ist ein VPN vor allem in fremden Netzwerken, etwa in Hotels oder an öffentlichen WLAN-Hotspots, wo Mitlesen besonders leicht fällt. Auch wer seinen Internetanbieter daran hindern möchte, ein Nutzungsprofil zu erstellen, kann davon profitieren. Open-Source-Protokolle wie WireGuard oder OpenVPN gelten als technisch gut geprüft und lassen sich auf eigenen Servern betreiben, was die Abhängigkeit von Drittanbietern beseitigt.

Wichtig ist die richtige Einordnung: Ein VPN schützt die Verbindung, nicht den Inhalt. Wer auf einer Website eingeloggt ist oder Tracking-Skripte laden lässt, kann trotzdem identifiziert werden. Außerdem verlagert sich das Vertrauen lediglich vom Internetanbieter zum VPN-Betreiber. Betreibt man den Server nicht selbst, muss man dessen Datenschutzversprechen glauben.

Aus der Perspektive digitaler Selbstbestimmung ist ein VPN ein niedrigschwelliges Werkzeug zur Kontrolle über die eigenen Verbindungsdaten. Es ersetzt keine umfassendere Strategie, die Datensparsamkeit, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und bewussten Umgang mit Metadaten einschließt, ist aber ein sinnvoller Baustein darin.

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