Die Tragödie des Euro
Warum die Gemeinschaftswährung als Umverteilungsmaschine angelegt ist, und was daraus folgt.
- Niveau
- Fortgeschritten
- Erschienen
- 2011
- Verlag
- FinanzBuch-Verl.
- ISBN
- 3898796701
Worum es geht
Der Ökonom Philipp Bagus legt in diesem Buch eine grundlegende Analyse der Europäischen Währungsunion vor. Sein Ausgangspunkt ist die These, dass der Euro kein rein wirtschaftliches Projekt war, sondern von politischen Interessen getragen wurde, und dass genau darin die Ursache struktureller Probleme liegt.
Bagus arbeitet heraus, wie ein gemeinsamer Währungsraum ohne gemeinsame Fiskalpolitik Anreize schafft, die einzelne Mitgliedstaaten systematisch begünstigen, auf Kosten anderer zu wirtschaften. Diesen Mechanismus beschreibt er mit dem Begriff der „Tragödie der Allmende“: Was allen gehört, wird von niemandem verantwortungsvoll behandelt. Übertragen auf den Euro bedeutet das, dass Staaten die gemeinsame Währung nutzen können, um Schulden zu externalisieren.
Die Darstellung folgt der Tradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Bagus stützt sich auf Konzepte wie Konjunkturzyklustheorie und Geldmengenausweitung, um zu erklären, warum Zentralbankgeld politischen Begehrlichkeiten ausgesetzt ist und wie das Verhalten von Regierungen dadurch beeinflusst wird. Wer diese Denkschule kennt, findet hier eine konsequente Anwendung ihrer Werkzeuge auf ein aktuelles Phänomen.
Das Buch richtet sich an Leser, die verstehen möchten, wie Währungssysteme funktionieren, welche Rolle politische Institutionen dabei spielen und warum individuelle Eigenverantwortung im Umgang mit Geld an Bedeutung gewinnt, wenn das institutionelle Umfeld fragil ist.
Mehr über den Autor: Philipp Bagus: Wem gehört unser Geld?
