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Cover: Die Tugend des Egoismus

Literatur · Einstieg

Die Tugend des Egoismus

Eine neue Auffassung des Egoismus

von Ayn Rand

Ayn Rand stellt die provokante These auf, dass ein konsequent auf Vernunft gegründetes Eigeninteresse keine moralische Schwäche ist, sondern die Grundlage eines freien Lebens.

Niveau
Einstieg
Erschienen
2015
Verlag
TvR
ISBN
3940431559

Worum es geht

Der Titel klingt nach Zumutung, und das ist durchaus beabsichtigt. Ayn Rand nimmt einen Begriff, der in der Alltagssprache meist als Schimpfwort gilt, und untersucht ihn nüchtern: Was bedeutet es, im eigenen Interesse zu handeln? Und warum wird das so häufig verurteilt? Die Antworten, die sie gibt, sind keine Verteidigung von Rücksichtslosigkeit, sondern eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Vernunft, Moral und menschlichem Überleben.

Rand legt in diesem Essayband die Grundzüge ihres Objektivismus dar. Kerngedanke ist, dass das Leben des rationalen Individuums der einzig sinnvolle Maßstab für moralische Werte sein kann. Altruismus, der in westlichen Gesellschaften oft als selbstverständliche Tugend gilt, erscheint ihr nicht als Großzügigkeit, sondern als System, das den Einzelnen systematisch entwürdigt, indem es sein Handeln stets nach dem Wohl anderer ausrichten soll, nie nach dem eigenen. Das Recht auf das eigene Leben, die eigene Vernunft und das eigene Glück steht bei Rand im Mittelpunkt.

Das Buch versammelt neben Rands eigenen Texten auch Beiträge ihres langjährigen Mitarbeiters Nathaniel Branden. Gemeinsam behandeln die Aufsätze Fragen wie die Natur des Egoismus, die moralische Grundlage des Kapitalismus, Fragen der Gewalt und des Rechts sowie das Verhältnis von Individualismus und Gesellschaft. Der Ton ist direkt, die Argumentation bewusst zuspitzend.

Wer die großen Romane Rands, „Der Streik“ oder „Der Ursprung“, kennt, findet hier die philosophische Substanz, die dort in Handlung gekleidet war, in konzentrierter Form. Wer Rand noch nicht kennt, bekommt einen kompakten Einstieg in eine Denkweise, die polarisiert, aber selten gleichgültig lässt. Das Buch eignet sich für alle, die bereit sind, vertraute moralische Überzeugungen ernsthaft zu befragen.

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